Das Werkregister bietet eine Bestandsübersicht (mit Suchfunktion) über die im Rahmen der Nachlassedition bislang angelegten Werke. Der Bestand wird fortlaufend erweitert und weicht in der Werkzuordnung teilweise von dem provisorisch auf der Basis der Gesamtbibliographie angelegten Werkverzeichnis (1958-2021) ab, das über die obenstehende Ausklappliste eingesehen werden kann. Im Unterschied zu der reinen Auflistung im provisorischen Werkverzeichnis handelt es sich bei den Einträgen im Werkregister um jeweils editorisch konstituierte Werkdatensätze, die durch eine ausführliche Werkbeschreibung ergänzt werden.
Das über die Ausklappliste abrufbare Verzeichnis der Werke Niklas Luhmanns ist von Ernst Lukas (Wiesbaden) auf Basis der von Christoph Gesigora und Babak Khoshroo (NL-Archiv) erstellten Bestandserfassungsliste des Nachlasses Niklas Luhmanns sowie der Gesamtbibliographie Luhmanns generiert worden. Es listet alle Publikationen und im Nachlass befindlichen Manuskripte nach "Werken" gruppiert auf. Diese Zuordnung ist entsprechend des Arbeitsstands der Tiefenerschließung des Nachlasses zur Zeit noch provisorisch und kann sich im Laufe der weiteren Erschließungs- und Editionsarbeit ändern.
Die Basis der Definition eines Werkes ist der Titel und ein Ort/Zeitindex. Materialien im Nachlass (Manuskripte) und Publikationen mit demselben Titel (incl. Übersetzungen) und Zeitindex werden zu einem Werk zusammengefasst. In der aktuellen Liste werden als jeweils eigene Werke aufgelistet:
- Sammlungen von Texten Luhmanns, auch wenn sie von anderen bzw. posthum herausgegeben worden sindReine Neuauflagen bereits publizierter Texte sowie Sammelwerke anderer Herausgeber, in denen Texte Luhmanns enthalten sind, sind demnach keine eigenen Werke. Für alle Materialien, die nach den genannten Kriterien nicht zugeordnet werden können, werden Restkategorien gebildet: Werke ohne Titel, fiktive Werke und Pseudo-Werke.
Insgesamt enthält die Liste 1464 auf diesem Wege konstituierte Werke, davon sind 552 bislang unveröffentlicht, darunter sind 361 Vorträge und 109 fiktive Werke (zumeist Lehrveranstaltungen).
Das Verzeichnis besteht aus zwei Teilen:
(1) Einer alphabetischen Liste, die die Werke nach ihren Titeln sortiert auflistet und nur die Angaben Titel, Sigle, Entstehungs- und Publikationsdatum enthält.
(2) Einem chronologischen Verzeichnis mit detaillierten Angaben zu den Materialien im Nachlass sowie zur Publikation. Bei einigen Texten wird auf ähnliche, vermutlich auf dieser Grundlage
publizierte Werke hingewiesen.
Jedes Werk ist mit einer Sigle gekennzeichnet, die nach mnemotechnischen Gesichtspunkten aus den Anfangsbuchstaben des Titels gebildet worden ist, in einigen Fällen wird zu Unterscheidungszwecken zusätzlich auch eine zweistellige Jahreszahl oder Ortsangabe benutzt. Einige Dokumenttypen enthalten standardisierte Präfixe (Vg = Vortrag, Iv = Interview, Rz = Rezension, Lv = Lehrveranstaltung, Lx = Lexikonartikel), fremdsprachige Werke beginnen mit einem zweistelligen Sprachkürzel. Zu jedem Werk wurde ein Entstehungsjahr ermittelt, das vom Publikationsjahr eines Textes erheblich abweichen kann (z.B. bei posthum erschienenen Texten). Wenn das Entstehungsjahr nicht ermittelt werden konnte, wurde ersatzweise das Publikationsjahr angesetzt. Unveröffentlichte Werke, bei denen nur der ungefähre Entstehungszeitraum bekannt ist, werden unter einem Jahr am Beginn dieses Zeitraums aufgeführt, der vermutete Zeitraum wird in eckigen Klammern genannt.
Das NL-Werkverzeichnis (1958-2021) kann hier auch als pdf-Liste abgerufen werden.